Wohnraumparfüms Teil II: Vom stinkenden Mittelalter bis zum Duft der katalytischen Lampe

Während die Urzeitmenschen natürliche Düfte bevorzugten, gaben sich die Menschen der Antike rituellen Aromen hin, die sie sowohl im häuslichen Raum als auch in ihren Tempeln verwendet haben. Als dann das Römische Reich zusammenbrach, kam die dunkle Zeit des Mittelalters.

Wohnraumparfuems

Antike Bildung und Kultiviertheit gerieten ins Hintertreffen. Die Welt setzte auf Religion und Askese. Die Kirche hielt Düfte – mit Ausnahme von Weihrauch – für frivol und behauptete, dass angenehme Gerüche mit dem Teufel verbunden seien. Die damaligen hygienischen Zustände waren nachgerade katastrophal. Die Abflüsse mündeten direkt in die Straßen und selbst die Wohlhabendsten badeten höchstens zwei- oder dreimal im Monat.

Europa gegen den Rest der Welt

Gut geduftet hat es wahrscheinlich nur im mittelalterlichen China, wo viele Düfte – ob im Haushalt oder bei religiösen Handlungen – im Einsatz waren. Auch im Orient war die Situation besser als in Europa – hier wurden diverse Methoden zur Destillation und Pressung ätherischer Öle entwickelt. Aus dem Orient brachten dann die Kreuzritter im 11. Jahrhundert das Rosenwasser nach Europa und läuteten damit eine neue Ära ein. Der Fortschritt war allerdings recht schleppend. Erst drei Jahrhunderte später entstand die Société Française des Parfumeurs und mit ihr kamen auch die ersten Parfüms auf Alkoholbasis.

Die hinterlistige Katharina von Medici

Als Katharina von Medici 1533 nach Frankreich kam, führte sie dort die sogenannten Handschuhdüfte ein. Das Leder für die Herstellung von Handschuhen wurde nämlich in heißem Urin gegerbt. So gegerbte Handschuhe stanken dann auch dementsprechend. Aus diesem Grund setzte Katharina von Medici Handschuhdüfte durch, um das Klima bei diversen gesellschaftlichen Anlässen zu verbessern. In diesem Zusammenhang verwendete sie aber ab und zu auch giftige Substanzen, um ihre Feinde loszuwerden.

Der wohlduftende Louis XV.

Katharina lebte allerdings bereits in Renaissance, einer Epoche, in der viele zur antiken Kultiviertheit zurückfanden und verschiedene Kräuter und Blumen zum Aromatisieren anwendeten. Gleichzeitig konnte sich auch die medizinische und Innenraum-Aromatherapie entwickeln. Ein großer Liebhaber der Innenraumdüfte war insbesondere der französische König Louis XV., der im 18. Jahrhundert lebte und regierte. Er war von solchen Aromen regelrecht besessen und wollte, dass seine Räumlichkeiten jeden Tag anders dufteten. Er genoss auch Aromabäder, seine Parfumeure erstellten eigens für ihn eine „königliche Aromatherapie“.

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Das Wunder namens katalytische Lampe

Und dann kam das 19. Jahrhundert. Klugen Köpfen gelang es, den ersten katalytischen Diffusor zu entwickeln. Manche sagen, dass dies 1898 im Labor eines französischen Apothekers geschah, andere behaupten hingegen, dass es schon 1820 bei einem Versuch zweier Ärzte dazu kam. Wie dem auch sei – es hat sich gezeigt, dass die katalytische Verbrennung der Verbreitung von Infektionen entgegenwirkt. Zunächst wurden sie also eingesetzt, um Räume zu desinfizieren. Der katalytische Brenner ist zudem fähig, Geruchsmoleküle einzufangen. Als dann die Aromatherapie in Mode kam, entstanden duftende katalytische Lampen, wie wir sie heute kennen.

Multifunktional und unersetzlich

Eine hochwertige katalytische Lampe kann somit nicht nur Ihre Innenräume desinfizieren und von Bakterien und Milben befreien, sondern sie ist auch in der Lage, die Luft zu erfrischen und zu beduften. Wie man dem Angebot auf Notino entnehmen kann, zeichnen sich moderne katalytische Lampen auch durch wunderschöne und praktische Designs aus. Mit der richtigen Füllung eignen sie auch als hervorragender Insektenschutz. Falls Sie zuhause von Mücken, Fliegen oder sonstigen Insekten belästigt werden, ist genau solch eine katalytische Lampe eine sehr gute Lösung.

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