Sonnenallergie

Haben Sie die juckenden Bläschen oder die Hautrötungen kurz nach einem Sonnenbad überrascht? Genau dies sind die Symptome der Sonnenallergie, an der etwa ein Fünftel aller Menschen leidet. Bei manchen Personen treten die Symptome der Sonnenallergie oft und wiederholt auf, während sie bei anderen Menschen nur ein paar Mal im Leben auftreten. Sobald Sie die Sonnenallergie einmal gehabt haben, können Sie die Anzeichen auch in der Zukunft leicht unterscheiden.

Wodurch wird die Sonnenallergie ausgelöst?

Allergische Reaktionen auf die Sonne entstehen vor allem durch die übermäßige Menge an ultravioletten UVA- sowie UVB-Strahlen, die in die Haut eindringen und die Hautzellen beschädigen. Die Haut reagiert in diesem Fall mit einer Abwehrreaktion, wird rot und entzündet sich.

Einen Einfluss auf die Entstehung der Sonnenallergie kann auch die Verwendung von Kosmetik mit bestimmten Inhaltsstoffen haben, aber auch Arzneimittel, die die Haut lichtempfindlich reagieren lassen. Hierzu gehören Antibiotika, Chemotherapeutika, Johanniskraut, Arzneimittel die den Blutdruck senken oder hormonale Empfängnisverhütungen. Informationen zur Sonnenempfindlichkeit des jeweiligen Medikamentes finden Sie im Beipackzettel.

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Welche Symptome hat die Sonnenallergie?

Die Anzeichen der Sonnenallergie sind beispielsweise Hautrötungen, Juckreiz oder Bläschen auf dem Rücken, den Schultern, den Armen, im Dekolleté und auf den Lippen. Obwohl insbesondere Frauen im Alter zwischen 20–40 Jahren mit einer hellen oder empfindlichen Haut von der Sonnenallergie betroffen sind, kann sie auch unabhängig vom Geschlecht und Alter bei jedem Menschen auftreten.

Je nach der Intensität der Sonnenstrahlung und weiterer Faktoren kann es zu verschiedenen Hautreaktionen kommen. Zu den gängigen Arten der Sonnenallergie gehören die polymorphe Lichtdermatose, die Mallorca-Akne und die Photoallergie.

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Die häufigsten Arten der Sonnenallergie

Polymorphe Lichtdermatose (PLD)

Es handelt sich um die am häufigsten auftretende allergische Reaktion auf die Sonne. Die polymorphe Lichtdermatose tritt häufig im Frühling auf, weil die Haut nach dem Winter nicht auf die Sonnenstrahlen vorbereitet ist. Daher tritt sie auch häufiger im Frühling als im Spätsommer auf, wo die Haut sich dank des sogenannten hardening bereits an die Sonne gewöhnt hat.

Zu den häufigsten Symptomen der PLD gehören Hautrötungen, juckende Pusteln oder nässende Bläschen. Die Anzeichen treten innerhalb von wenigen Stunden auf, manchmal jedoch auch erst nach einigen Tagen. Die PLD verhält sich somit bei jedem Menschen anders. Sobald sie jedoch einmal aufgetaucht ist, wird sie immer wieder in der gleichen Form auftreten. Hierdurch ist es viel einfacher die Allergie zu identifizieren und zu behandeln.

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Mallorca-Akne

Sie ähnelt mit ihrem Aussehen an akneartige Pickel oder PLD. Ursache für die Entstehung sind nicht nur die Intensität der UV-Strahlen, sondern auch Emulgatoren und Konservierungsstoffe, die in Kosmetikprodukten enthalten sind.

Photoallergische und phototoxische Reaktion

Diese Arten von Reaktionen werden durch die Intensität der UV-Strahlung ausgelöst. Gleichzeitig können jedoch auch Arzneimittel (Antibiotika und Antidepressiva die Johanniskraut enthalten) sowie verschieden Nahrungsmittel (Zitronen, Sellerie, Feigen etc.) die Reaktionen auslösen. Die entzündeten Bläschen und der Juckreiz auf der Haut sind Symptome dieser Reaktionen.

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Was hilft gegen die Sonnenallergie? Prävention!

Was hilft gegen die Sonnenallergie? Prävention!

Die UV-Strahlung können Sie so gut wie nie verhindern. Zudem ist sie für die Vitamin D Synthese wichtig. Damit Sie die intensiven Sonnenstrahlen im Sommer nicht unangenehm überraschen, sollten Sie sich vor einer übermäßigen UV-Strahlung schützen. Im Folgenden ein paar Ratschläge, wie Sie sich schützen können:

  • Verwenden Sie Sonnencremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor gegen UVA- und UVB-Strahlen. Setzen Sie auf spezielle Sonnencremes gegen Sonnenallergien von bewährten Marken wie La Roche-Posay, Eucerin, Avène oder Bioderma, die dermatologisch getestet wurden.
  • Tragen Sie die Sonnencreme gegen Sonnenallergien alle zwei bis drei Stunden auf. Sie sollten auch im Hinterkopf behalten, das Wasser die Schutzfunktion der Creme beeinflussen kann.
  • Vergessen Sie auch nicht, After-Sun Cremes zu nutzen und die Haut zu hydratisieren. Die beste Wahl sind Sonnenschutzmittel, die Aloe Vera oder Panthenol enthalten.

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  • Ihr Ernährungsplan sollte auch Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel mit Kalzium, Selen, Zink und Beta-Carotin enthalten.
  • Denken Sie an die Hydratisierung! Idealerweise in Form von feuchtigkeitsspendenden Pflegemitteln, die Aloe Vera enthalten. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenso essenziell.
  • Reduzieren Sie den Aufenthalt in der Sonne und zum Sonnen zwischen 11–16 Uhr.
  • Verlängern Sie schrittweise den Aufenthalt in der Sonne. Die Haut kann sich somit an die Sonnenstrahlen gewöhnen. Der Gewöhnungseffekt ist derselbe wie beim Abhärten.
  • Wählen Sie eine Kleidung, die Sie vor der Sonne schützt: dunklere und nicht zu dünne Kleidung.
  • Um den Bräunungseffekt zu verbessern, sollten Sie Mittel mit Beta-Carotin, Vitamin E oder C nutzen.

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Was soll man tun, wenn die Sonnenallergie auftritt?

Haben Sie bereits Pusteln, Bläschen oder Hautrötungen bekommen? Die irritierte Haut kann unangenehm jucken und sieht nicht besonders ästhetisch aus. Interessiert es Sie, wie Sie die Sonnenallergie loswerden? Probieren Sie ein paar Tipps aus, was Sie gegen die Sonnenallergie tun können:

  • Legen Sie einen kühlenden Umschlag auf die betroffenen Stellen.
  • Auf nässende Bläschen sollten sie Babypuder auftragen.
  • Schützen Sie die betroffenen Stellen mit Ihrer Kleidung.
  • Duschen Sie sich nach dem Schwimmen im Meer mit Süßwasser ab.
  • Gegen die Anzeichen der Sonnenallergie, aber auch zur Vorbeugung helfen Medikamente gegen verschiedene Allergiearten. Rezeptfreie Medikamente sind beispielsweise Claritine und Zyrtec.

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