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Die wohlverdiente Haarpflege nach dem Sommer

16. September 2022Notino
Salziges Meer, erfrischende Bäder in Teichen oder Pools... Bergwanderungen, Radtouren... Chill out pur! Während Sie Ihre Aktivitäten genossen haben, leidete oft das Haar. Daher schulden Sie Ihrem Haar jetzt viel Aufmerksamkeit. Was muss man tun, um das Haar nach dem Sommer wieder in Topform zu bringen?

Der Sommer strapaziert das Haar
Die Sonne, das Meer, Schwimmbäder mit Chlorwasser strapazieren im Sommer das Haar und trocknen es auch noch aus. Haben Sie vielleicht einen Hut, eine Cap oder einen Fahrradhelm getragen? Mechanische Schäden des Haars sind in diesem Fall vorprogrammiert. Man schwitzt mehr, steht öfter unter der Dusche und wäscht sich auch die Haare. Durch das unvorsichtige Haarewaschen wird jedoch das natürliche Mikrobiom der Kopfhaut gestört. Und wer hält sich schon im Sommer an einen gesunden Lebensstil? Eiscremes, Smoothies, All-Inclusive... Nichts, was Vitamine und Mineralien enthält, die Ihr Haar nähren.

Lassen Sie Ihr Haar schneiden oder möchten Sie es retten?
Ist es fahl, glanzlos, kraus, geschwächt, splissig? Kein Wunder, dass man sich in solchen Situationen am liebsten sofort die Haare schneiden lassen möchte. Und ja, manchmal ist es sogar das Vernünftigste, was man tun kann. „Manche Haare sind nach dem Sommer so geschädigt, dass bei ihnen die so genannte Cuticula, die oberste Haarschicht, fehlt. Bei richtiger Pflege ist sie geglättet und lässt das Haar glänzen. Aber was, wenn sie fehlt? Dann gibt es nichts mehr zu retten und die einzige Lösung ist die Schere!“ sagt Ivana Pokorná von der Klinik für ästhetische Medizin Formocitas.

Anstatt zur Schere zu greifen, lieber das Haar nähren und pflegen!
Sie möchten retten, was es noch zu retten gibt, aber ein Friseurbesuch ist ausgeschlossen? Zunächst müssen wir uns klar werden, dass sich die Pflege der Haarfasern von der Pflege der Kopfhaut unterscheidet. 

  • Die Kopfhaut muss von innen genährt werden
    „Die Kopfhaut ist wie ein Beet, aus dem Haare wachsen. Und wenn sie schön aussehen sollen, dann müssen sie genährt werden“, sagt Ivana Pokorná. Daher dürfen in Ihrem Einkaufskorb keine Dinge wie Gemüse, Obst, fermentierte Milchprodukte, Fisch, Nüsse und Cerealien fehlen. Ein ausgewogene Ernährung ist ausschlaggebend. Fall Sie Ihren Körper nicht mit diesen Lebensmitteln versorgen, dann wird er sich wo anders bedienen – an Ihrer Kopfhaut! Sie ist nämlich eine reichhaltige Quelle an Mineralien.

„Der Körper könnte die Mineralien auch aus den Knochen und den Sehnen entnehmen, aber das wäre lebensgefährlich. Die Tatsache, dass Ihr Haar aufgrund eines Nährstoffmangels ausfällt, stellt hingegen keine Lebensgefahr dar. Daher ist der Haarausfall bei ansonsten guter körperlicher und physischer Verfassung ein Zeichen dafür, dass bei der Ernährung mehr getan werden muss und das nicht nur nach dem Sommer“, warnt die Expertin. 

Nahrungsergänzungsmittel für das Haar können ebenfalls helfen. „Magnesium, Kalzium, Selen, Zink, Silizium, Biotin und die Vitamine A, B, C, D und E sind wichtig. Wir vergessen auch, dass einige Vitamine (A, D, E, K) fettlöslich sind. Unterstützten Sie daher die Aufnahme mit Hilfe von Omega-3-Fettsäuren. Denken Sie auch an die sogenannten Polyphenole. Diese sind neben Omega-9-Fettsäuren ebenfalls in Olivenöl enthalten. Nur ein Esslöffel pro Tag genügt. Polyphenole sind auch in Walnüssen, Beeren oder Obstschalen stark vertreten“, sagt Ivana Pokorná. Eine Verbesserung des Zustandes tritt übrigens selbst bei perfekter Ernährung und Pflege erst nach zwei Monaten ein.

  • Die Kopfhaut verdient eine äußere Pflege
    Zur äußeren Pflege der Kopfhaut gehört ein Shampoo! Es muss aber richtig angewendet werden. „Ein Shampoo gehört nie in die Haarlängen, vor allem nicht bei langem, sonnengeschädigtem oder gar coloriertem Haar. Das Shampoo hat die Aufgabe, die Kopfhaut und die Haarwurzeln von angesammelten Rückständen von Talg, Schweiß, Salzen und Unreinheiten zu befreien. Aber wenn man es in die Längen von geschädigtem und getrocknetem Haar einmassiert, dann richten Sie noch mehr Schaden an, weil ein Shampoo entfettet“, erklärt Ivana Pokorná.

Wie wäscht man richtig das Haar?

  • Das Haar in der ganzen Länge befeuchten.
  • An den Haarwurzeln eine kleine Menge des Shampoos in die Kopfhaut einmassieren und dann mit den Fingerspitzen sanft, aber kräftig einmassieren (auf die Nägel achten).
  • Falls das Shampoo nicht aufschäumt, dann war die verwendete Menge zu gering oder es bindet den Hauttalg der Kopfhaut.
  • Falls Sie einen Schaum erzeugen möchten, dann sollten Sie es aus Ihr Haar ausspülen und den Vorgang wiederholen.
  • Das nasse Haar nicht „schrubben“, sondern nur sanft in einem Handtuch „drücken“ und darin einwickeln.

Haarfasern lieben Masken und Conditioner

„Im Falle der Haarfasern reparieren wir vor allem Schäden mechanischer Natur (das bloße Liegen auf den Haaren). Ganz zu schweigen von coloriertem oder der Sonne ausgesetztem Haar. Mechanische Schäden stellen vor allem bei langem Haar ein Problem dar. Während kurzes Haar jung ist, ist langes Haar vielleicht schon fünf oder sechs Jahre alt. Und stellen Sie sich vor, wie die Fasern Ihres Lieblingspullis aussehen würden, wenn Sie ihn jeden Tag tragen, waschen und färben würden“, erklärt Ivana Pokorná.

Außerdem haben viele Menschen fälschlicherweise die Vorstellung, dass wir das Haar nachträglich nähren können, wenn es bereits herausgewachsen ist. „Aber das Haar ist das Ergebnis der Zellteilung, ein keratinisiertes Protein, durch das keine Nährstoffe fließt. Daher empfinden wir keine Schmerzen beim Haareschneiden, genau wie bei den Nägeln.“

Maske je nach Haartyp

Wie wird die Haarmaske richtig angewendet? Tragen Sie die Haarmaske entsprechend Ihrem Haartyp auf, nachdem Sie das Haar mit einem Shampoo gewaschen haben. Falls Sie nicht wissen, was Sie tun sollen, dann sollten Sie unbedingt Ihren Friseur danach fragen. „Aber es gilt nicht, je länger die Einwirkzeit, desto besser. Vor allem bei den ersten Anwendungen genügen ein oder zwei Minuten, danach können Sie die Anwendung verlängern, um Ihr Haar an die Wirkung zu gewöhnen. Wenn man die empfindlichen und geschädigten Haare 15 Minuten lang unter der Maske lässt, dann werden sie überstrapaziert, d. h. schlaff. Das Haar verträgt eine Menge Nährstoffe erst, wenn das Haar kräftiger ist“, sagt Ivana Pokorná. 

Haarserum, bitte!
Jetzt tun Sie zur Abwechslung mal wieder etwas für Ihre Kopfhaut. Gönnen Sie ihrem Haar ein Haarwasser oder ein Haarserum. Hierdurch wird es zusätzlich mit Nährstoffen versorgt. Wählen Sie es je nach Zustand der Kopfhaut aus und tragen Sie es entsprechend der Anleitung des Herstellers auf. Auch hier wird Ihnen Ihr Friseur oder noch besser ein Dermatologe behilflich sein. 

Bewährte Haarseren

Und zum Schluss kommt ein Leave-in Conditioner!
Jetzt folgt wirklich der letzte Schritt. Massieren Sie den Conditioner in die Haarlängen ein. Und zwar vorzugsweise einen Leave-in Conditioner, damit die Pflegestoffe aus den vorherigen Schritten im Haar und auf der Kopfhaut verbleiben. 

Welche Leave-in Conditioner sollte man unbedingt ausprobieren?

Das alles sind Sie Ihrem Haar nach der Sommersaison schuldig. Und falls Sie Ihr Haar kontinuierlich weiterpflegen werden, dann sorgen Sie bereits im Vorfeld für gesunde Haare hoher Qualität für die nächste Saison!

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