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Kinderzähne richtig pflegen Beginnen Sie schon im Babyalter

31.8.2022

Notino

8 Minuten Lesedauer

Wenn es um die ersten Zähne eines Kindes geht, dann ist es nie zu früh, um mit der Zahnpflege zu beginnen. Idealerweise sollte man schon im Babyalter mit der Zahnpflege beginnen, weil die Gesundheit der Milchzähne auch Auswirkungen auf die Gesundheit der bleibenden Zähne hat. Doch was benötigt man für die richtige Pflege der Kinderzähne?

Zunächst einmal sollte man wissen, wie das Wachstum der Zähne von Kindern überhaupt verläuft und was für die einzelnen Phasen typisch ist. Außerdem dauert es lange, bis die ersten Zähne (ab dem 4. Monat) das Licht der Welt entdecken. Leider ist dieser Prozess häufig mit unangenehmen Erscheinungsformen verbunden. Man sieht Rötungen am Zahnfleisch, manchmal sogar an den Wangen. Da Babys oft mit Fieber, Schnupfen und Husten zu kämpfen haben, bemerkt man oftmals gar nicht, dass die ersten Zähne kommen. Die Mund- und Nasenhöhlen sind eng miteinander verbunden und so ist es nicht verwunderlich, dass schon ein einziger Zahn Erkältungssymptome hervorrufen kann. Das wird Ihnen Ihr Kinderarzt auch bestätigen. 

Die ersten Zähne pflegen

Um Ihrem Baby das Zahnen zu erleichtern, sollten Sie unbedingt Beißringe kaufen. Nutzen Sie das natürliche Bedürfnis von Babys, alles in den Mund zu stecken, zu Ihrem eigenen Vorteil. Lassen Sie das Baby an Massagespielzeugen, „Bürsten“ oder Beißringen (die an einen Schnuller erinnern) herumkauen. Dann gibt es noch die so genannte Fingerzahnbürste. Es handelt sich hierbei um eine Silikonhülle für den Zeigefinger, die schonende Massagenoppen hat und sozusagen die erste Zahnbürste für das Baby darstellt. Massieren Sie mit ihr schon ruhig ab dem 4. Monat regelmäßig das Zahnfleisch Ihres Babys. Fahren Sie mit ihr auch anschließend über die ersten Zähne, um das Baby an die Mundhygiene zu gewöhnen. 

Wir empfehlen:

Die Revolution stellt die Schallzahnbürste für Kinder aus natürlich antiseptischem Silikon FOREO Issa™ Mikro dar. Sie eignet sich perfekt für die Massage des Zahnfleisches während des Zahnens. Anschließend können Sie die elektrische Zahnbürste (bzw. Schallzahnbürste für Kinder) bis zum 4. Lebensjahr für das Putzen der Milchzähne verwenden.

Damit das Zahnen nicht schmerzt…
Anästhesie-Gels aus der Apotheke können die Schmerzen bei wachsenden Zähnen lindern, aber beginnen Sie ruhig erst mit Kräuterprodukten. So setzt sich beispielsweise das Produkt Saloos Der erste Zahn aus ätherischen natürlichen Ölen aus Lavendel, Kamille sowie Rosmarin zusammen. Es ist für Babys ab der 9. Woche geeignet. Auch das Zahnungsöl von Nobilis Tilia oder das beruhigende Zahnungsgel Curasept Primidenti Gel machen sich die Kraft der Natur zunutze. Darüber hinaus schafft auch das Kühlen des Zahnfleisches Abhilfe. Legen Sie z. B. den Lieblingsbeißring für eine Weile in den Gefrierschrank.

Wie putzt man richtig die ersten Zähne?
Zu Beginn sollten Sie auch bei den ersten Zähnchen mit der Fingerzahnbürste mit dem Zähneputzen fortfahren. Reinigen Sie diese mehrmals täglich. Sobald die Zeit gekommen ist, eine richtige Kinderzahnbürste anzuschaffen, sollten Sie auf folgende Dinge achten:

1) Die Borsten sollten weich oder ultra-weich sein.
2) Die Borsten sollten dicht angeordnet sein und einen geraden Schnitt aufweisen.

So können Sie sich sicher sein, dass Sie wirklich die gesamte Zahnoberfläche geputzt und den gesamten Plaque entfernt haben, ohne Stellen aufgrund von „Schnickschnack“ und „Wellen“ am Zahnbürstenkopf ausgelassen zu haben. Putzen Sie die Zähne in kleinen kreisenden Bewegungen und achten Sie darauf keinen Druck auf die Zahnbürste auszuüben. Legen Sie hierbei die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel an das Zahnfleisch und
die Zähne an.

UNSER TIPP: Sobald der erste Zahn kommt, sollten Sie den zahnärztlichen Kinderpass herausholen und den ersten Zahnarzttermin für Ihr Baby vereinbaren. Sie haben richtig gehört, bereits so früh!

Möchten Sie eine elektrische Kinderzahnbürste ausprobieren?
Elektrische Zahnbürsten inklusive Schallzahnbürsten erfreuen sich bei Erwachsenen wachsender Beliebtheit. Und es gibt mittlerweile auch elektrische Zahnbürsten für Kinder. Überlassen Sie das Putzen der ersten Zähne nicht den Kindern, weder mit einer herkömmlichen Zahnbürste noch mit einer Kinder-Schallzahnbürste. Die Eltern sollten auch die Zähne nachputzen, wenn das Kind bereits die Schule besucht. Kinder schummeln nämlich gerne beim Zähneputzen und sind noch nicht in der Lage die Zähne perfekt zu putzen. Idealerweise sollte man die Zähne bis zum 10. Lebensjahr kontrollieren und nachputzen – vor allem am Abend.

Wenn die Zähne nicht gründlich geputzt werden, dann bleibt Plaque auf den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen zurück. Das Risiko, dass sich die Zähne in kariöse Milchzähne verwandeln, steigt hierdurch beträchtlich.

Elektrische Zahnbürsten und Mundspülungen für Kinder:

Wenn Ihr Kind auf die normale Ernährung umsteigt, dann sollten Sie auch auf den Zuckergehalt in Lebensmitteln achten. Idealerweise sollten Kinder süße Säfte, zuckerhaltige Limonaden sowie kohlensäurehaltige Getränke meiden. Ebenso sollte man natürlich auf Süßigkeiten wie Kekse oder Bonbons verzichten. Gerade süße Getränke und Lebensmittel aktivieren gärungsähnliche Prozesse, die das Wachstum unerwünschter Bakterienarten in der Mundhöhle fördern und den Zahnschmelz angreifen, was früher oder später zu Karies führt. 

Kinderzahnpasta schmeckt gut!
...ja, Kinderzahnpasta schmeckt Kindern und daher muss man auf den Fluoridgehalt in der Kinderzahnpasta achten. Der Fluoridgehalt in einer Zahnpasta für Kinder unter drei Jahren sollte unter 500 ppm liegen (das ist ein halbes Gramm pro Kilogramm Zahnpasta). Im Alter von vier bis sechs Jahren sollten es nicht mehr als 1000 ppm sein. Und ab sieben Jahren liegt die Obergrenze bei 1450 ppm. 

Daher Finger weg von Zahnpasta für Erwachsene. Obwohl Fluorid den Zahnschmelz stärkt, sollte man es wie bei allem nicht übertreiben. Daher enthalten einige Kinderzahnpasten überhaupt kein Fluorid. Sie können aber trotzdem problemlos verwendet werden. Gleichzeitig sollte man sich Gedanken über eine angemessene Menge Zahnpasta machen. Bis zu einem Alter von etwa drei Jahren genügt eine wirklich kleine Menge (lediglich eine kleiner „Film“ auf der Zahnbürste). Ab drei Jahren sollte die Menge der Größe einer Erbse entsprechen, und ab dem Schulalter etwas mehr. Die richtige Zahnputztechnik ist jedoch nach wie vor unerlässlich.

UNSER TIPP:
Damit die Kinder beim Zähneputzen nicht schummeln, sollten Sie einen Timer besorgen. Die kleine Sanduhr MEDIBLANC KIDS Hourglass sorgt garantiert für Unterhaltung bei den Kindern! 

Mundhygiene auch für Kinder
Sie können das Zahnpflegeritual Ihres Kindes auch mit einer Kinder-Mundspülung abschließen.  Kinder müssen jedoch beaufsichtigt werden, da die Gefahr besteht, dass sie die Mundspülung hinunterschlucken. Sie sollten mindestens zwanzig Sekunden lang den Mund spülen. Aber das Wichtigste ist immer noch die Zahnputztechnik. Vereinbaren Sie deshalb – spätestens wenn alle zwanzig Milchzähne das Licht der Welt entdeckt haben – mit Ihrem Kind einen Termin für die Mundhygiene. Die Dentalhygienikerin überprüft hierbei auch die Qualität der verwendeten Zahnbürste und die Eignung der Zahnpasta. Darüber hinaus zeigt sie Ihnen die richtige Technik des Zähneputzens von Kinderzähnen. Wenn die Zähne Ihres Kindes eng beieinander liegen, dann ist auch bereits im Vorschulalter eine Reinigung der Zahnzwischenräume empfehlenswert. Sie können dann mit der Dentalhygienikerin besprechen, welche Mundspülung geeignet ist und ab wann Ihr Kind sie verwenden soll. In der Regel schafft es das Kind erst nach dem Schulantritt. 

Mit unseren Informationen und Tipps sollten Sie nun in der Lage sein, die Zähne Ihres Kindes richtig zu pflegen. Jetzt braucht es nur noch Entschlossenheit sowie Geduld und das natürlich zweimal täglich.