Schnuppern Sie an den Noten
Ein Feuerwerk zum Klang klassischer Musik, Düfte während Filmvorführungen in Kinos – das Bemühen, Erlebnisse zu schaffen, die die Sinne verbinden, ist nicht neu. Die Verbindung von Geruchssinn und Gehör ist jedoch nicht alltäglich. Der britische Chemiker und Parfümeur Septimus Piesse, der den Grundstein für die pyramidenförmige Anordnung von Düften (d. h. das Konzept der Kopf-, Herz- und Basisnoten) legte, kann als einer der ersten Versuche angesehen werden. Darüber hinaus erstellte er ein Schema, in welchem er bestimmte Düfte 24 Musiknoten zuordnete.
Ja, alles beruhte eher auf Intuition und der Beobachtung, wie bestimmte Düfte (und Noten) auf Menschen wirken. Aber auch wenn es wenig mit Wissenschaft zu tun hat, es wäre schade, die Idee zu verwerfen. Er weist zum Beispiel darauf hin, dass Düfte und Musik unsere Stimmung beeinflussen können. Die Töne der Moll-Tonleiter sind melancholisch bis hin zur traurig, die Dur-Töne optimistisch und fröhlich.
Ähnlich verhält es sich mit Düften. Würzige Düfte wirken geheimnisvoll, Zitrusdüfte sind leicht, verspielt sowie fröhlich und Rosendüfte wirken intim sowie romantisch. Und alles ist letztlich eine Frage der Menge und der Komposition.